Besitzt eine Patientin eine sehr kleine Brust oder sollen bestehende Asymmetrien ausgeglichen werden, kommt in der Regel ein Implantat zum Einsatz. Bevor eine Patientin sich für eine Brustvergrößerung mit Implantat entscheidet, sollte sie sich umfassend über den Eingriff informieren. Implantate gibt es in unterschiedlichen Größen und Formen. Wichtig ist, dass die Implantate mit Körpergröße und Statur der Patientin harmonieren. Nur so kann ein natürliches Ergebnis erzielt werden.
Der behandelnde Arzt entscheidet, welches Implantat individuell zur Patientin passt. Das ausgesuchte Implantat wird dann in einem chirurgischen Eingriff in eine künstlich geschaffene Gewebehöhle zwischen Brustgewebe und Brustmuskulatur oder zwischen Rippen und Brustmuskel eingesetzt.
Heutige Implantate bestehen aus einer Silikonhülle, gefüllt mit Silikon oder Kochsalzlösung. Implantate aus Silikon haben den Vorteil, dass Silikon sehr stark vernetzt ist (hochkohäsive Implantate) und im unwahrscheinlichen Fall eines Risses nicht ins Gewebe laufen kann.
Die Oberfläche der Implantate ist in den meisten Fällen texturiert und fühlt sich rau an. Durch die spezielle Texturierung wächst das Implantat laut Experten besser in das Gewebe ein und das Risiko einer Kapselverhärtung wird minimiert. Eine Fremdkörperreaktion nach Einsetzen der Implantate ist normal. Solch eine Reaktion besteht in einer geringen Kapselbildung um das Implantat und zieht sich in der Regel nach einigen Tagen bis Wochen zurück.
Die in Deutschland gefertigten Implantate unterliegen strengen Qualitätskontrollen und werden stetig in Leistung und Tragekomfort verbessert. Jede Patientin sollte sich vor einer Brustvergrößerung oder anderen Brust OPs erkundigen, ob die Implantate ISO-zertifiziert sind und über das CE-Zeichen (Conformiteé Européene - EU-Gütesiegel) sowie eine Kontrollnummer verfügen.
Viele Hersteller geben inzwischen eine Garantie von bis zu 15 Jahren auf Implantate. Wo früher empfohlen wurde, Implantate alle zehn Jahre auszutauschen, ist ein Implantatwechsel heutzutage nur noch aufgrund eines Defekts nötig. Trotz der Sicherheit moderner Implantate sollten Patientinnen sich nach einer Brustvergrößerung regelmäßigen Kontrolluntersuchungen unterziehen.