Die Spuren der Zeit werden nicht nur im Gesicht oder an den Haaren sichtbar: Auch die weibliche Brust verändert sich im Alter. Darüber hinaus können Schwangerschaften, Stillzeiten, hormonelle Schwankungen und starke Gewichtsabnahmen die Brust erschlaffen lassen oder zu Asymmetrien führen. Besonders betroffen sind Frauen mit Bindegewebsschwäche.
Teure, hautstraffende Cremes können zwar die Hautstruktur an sich verfeinern, sind jedoch keine Wundermittel. Nur eine chirurgische Bruststraffung kann den Brüsten wieder ein festeres, jugendliches Aussehen verleihen. Bevor man sich allerdings für eine Bruststraffung entscheidet, sollte man sich umfassend über diese Schönheits-OP informieren.
Vor einer Bruststraffung wird die zu entfernende Haut an der Brust der Patientin vom Facharzt gekennzeichnet. Ebenfalls erleichtern digitale Bilder der Brust die weitere Operationsplanung. Die Schnittführung bei einer Bruststraffung erfolgt meist um die Brustwarze und von dort aus senkrecht nach unten bis hin zur Brustunterfalte. Diese Schnitttechnik ist besonders narbensparend und ermöglicht es dem Plastischen Chirurgen, überflüssige Haut zu entfernen und das darunter liegende Gewebe zu modellieren. Eine Bruststraffung wird meist unter Vollnarkose durchgeführt und dauert zwischen ein bis drei Stunden. Ein Krankenhausaufenthalt von einer Nacht reicht nach einer Bruststraffung in der Regel aus.
Eine Bruststraffung ist ein operativer Eingriff und erfordert dementsprechende Nachbehandlung. Ein eng anliegender Tapeverband schützt die Wundflächen in den ersten Stunden nach dem Eingriff vor einer Infektion. Er wird nach kurzer Zeit durch einen Stütz-BH ersetzt, der Tag und Nacht getragen werden sollte, um den Brüsten in der Anfangszeit optimalen Halt zu geben.
Nach einer Bruststraffung kann es zu geringen Schwellungen, Rötungen und Blutergüssen kommen, welche sich normalerweise schon in den ersten Tagen zurückziehen und binnen weniger Wochen vollständig verschwinden. Auch leichte Spannungsgefühle im Brustbereich sind normal und werden gegebenenfalls mit einem Schmerzmittel behandelt. Bereits sechs Wochen nach einer Bruststraffung können Patientinnen wieder Sport treiben. Das endgültige Ergebnis einer Bruststraffung kann - je nach Heilungsverlauf - erst nach drei bis sechs Monaten beurteilt werden.